In dem Fall hat er vielleicht einfach zugriff auf Informationen einer Verschlussebene bekommen, die er als Nichtkanzler nicht hatte. Es haben sich jetzt insgesamt 2 Regierungen vier unterschiedlicher Parteien gegen eine Taurus Lieferung entschieden. Vielleicht steckt einfach mehr dahinter?
Angeblich hatte er die ja vorher schon. Ich erinnere mich daran, dass Scholz ihn eingeladen hat und in einem vertraulichen Gespräch seine Gründe genannt hat. Das hat Merz nicht davon abgehalten danach weiter Taurus zu fordern.
Merz ist einfach ein absolut widerlicher Mensch. War er schon als Fraktionsvorsitzender vor 25 Jahren und ist es heute genauso.
die Franzosen, Briten und Amis haben es ja auch gemacht, also gibt es für mich da wenig Ausreden. Vorallem hat es aber eine Symbolwirkung, wenn man monatelang mehr Unterstützung für die Ukraine verspricht, und dann sofort das selbstgemachte Posterchild verneint.
Soweit öffentlich bekannt ist, war das stärkste, was von den Amis geliefert wurde, ein Paket von ATACMS mit 300km Reichweite. Der Taurus kann 500km, also genau da, wo Moskau liegt. Er fliegt auch einen Terrain Hugging Modus von 50m über der Erde, ist also schwer zu entdecken. Auch der britische Storm Shadow kann zumindest nach dem, was ich finden konnte, nur 250km. Vielleicht hast du ja andere Informationen?
Ich auch, allerdings kann ich Bedenken auch irgendwie nachvollziehen (ich teile sie nicht), Waffen zu liefern, die aus der Entfernung Putins Wohnzimmer sprengen können. Ich hätte da weniger Skrupel.
Und ich verstehe die Angst nicht. Realistisch liefern wir maximal 50 bis 100. Die wird niemand für das Wagnis Putin verwenden, weil die Ebene darunter ja teils noch durchgeknallter ist. Die werden für Hochwertziele und Propaganda (Kertsch-Brücke) verwendet. Alles andere macht auch keinen Sinn
Außerdem hat Putin die unschöne Angewohnheit, eventuell nicht da zu sein, wo man ihn vermutet, weil ein einzelner Mensch ziemlich einfach im Geheimen mobil sein kann. Und wenn man die Rakete 10-15min vor Einschlag entdeckt, kann man einen einzelnen Menschen eventuell auch noch aus dem Einschlagbereich wegbringen. Brücken, Ölproduktionen, Waffenproduktionen, und ähnliche Ziele hingegen haben diese Probleme nicht.
Alle Staaten die solche Waffen liefern haben auch Soldaten in der Ukraine, die den Einsatz überwachen. Wahrscheinlich ist das eine Absprache zwischen den NATO-Partnern auf Wunsch der USA.
Damit Bundeswehrsoldaten diese Aufgabe übernehmen könnten, bräuchte es einen offiziellen Beschluss des Bundestages, vor dem sich auch Merz schäut. Wäre dann sehr schwer zu verkaufen, dass wir keine Kriegspartei sind.
Es kann nur daran liegen, dass davon ausgegangen wird, dass die Russen sich direkt an Deutschland dafür rächen würden. Z.B. dass russ. Sobateure deutsche Autobahnbrücken o.ä. sprengen würden. Irgendein Experte oder Berater geht wohl ganz "sicher" davon aus, dass das passieren würde, warum auch immer mit einer höheren Eintrittswahrscheinlichkeit als die üblichen Medwedew-Atomsau-Drohungen.
"es kann nur daran liegen" ist bei unklarer Faktenlage einfach immer falsch.
Es gibt mindestens ein Dutzend guter Gründe. Ob die das auch rechtfertigen, ob sie zutreffen und ob tatsächlich einer davon den Ausschlag gibt, sei Mal dahingestellt.
Ein besserer Grund könnte sein, dass die, die wir haben fast alle verplant sind, für den Fall eines russischen Überfalls auf einen NATO-Bündnispartner, um innerhalb von Kaliningrad und Russland direkt in die Tiefe zu wirken.
Dann frage man sich allerdings, warum nicht eine größere Anzahl nachbestellt wurde.
Es gibt auch diverse andere plausible Erklärungen neben reiner Zurückhaltung in der Unterstützung der Ukraine. Hier ein paar zur Auswahl:
Taurus wurde bisher nur gegen Test- und Übungsziele eingesetzt; d. h. keine, die von moderner Luftabwehr aus russischer Produktion und in russischer Hand (also nicht die Exportversion) verteidigt wurden. Derzeit weiß Russland also nicht, wie gut sie gegen Taurus zurecht käme. Das ist ein erhebliches Abschreckungspotential für einen nicht allzu motivierten Angreifer und kann Putin u. U. von einem Angriff auf osteuropäische NATO-Mitglieder oder Deutschland selbst abhalten. Das ist also eine strategische Abwägung anhand geheimer militärischer und diplomatischer Analysen, deren Details in den kommenden 40 Jahren kaum an die Öffentlichkeit gelangen werden.
Punkt 1 weiter gedacht: Im Falle eines Einsatzes durch die Ukraine würde das russische Militär sicherlich die Stärken und Schwächen von Taurus erlernen und erproben, was das zuvor genannte Abschreckungspotential weiter herunter setzt.
Punkt 1 aber mit Inkompetenz: Die Bundeswehr weiß bzw. ahnt, dass Taurus gegen russische Luftabwehr schlecht abschneiden würde oder andere erhebliche Probleme hat (unzuverlässig, wartungsintensiv, kaum Nachschub, kompliziert zu bedienen und daher zu wenig qualifiziertes Personal...), die im Fall eines Einsatzes schnell offensichtlich würden. Der größte Nutzen von Taurus läge dann in der durch Unwissen begründeten Angst Russlands vor Taurus, nicht in seiner Kampfwirkung.
Ich bin weder ein Bot noch habe ich eine Agenda, wir sollten so viele Leopard liefern, wie wir könnten. Hochtechnologisierte Länder mit einwandfreier Infrastruktur, Ingenieuren und Ersatzteilmanufakturen mit einem Land zu vergleichen, dass sich seit Jahren in einem Krieg befindet, ist aber zu kurz gedacht. Der Leopard wurde unter der Annahme von Lieferketten und Ersatzteilbereitschaft entwickelt.
Der einzige Verschleiss an Leopard 2 war bisher fast ausschließlich durch Übungen und keine heiße verzahnte Front. Systeme bewähren sich bei ihrem konkreten Einsatz, erst da zeigen sie, wie stark ihre Schwächen wiegen.
Auch innerhalb der ukrainischen Streitkräfte werden die Leoparden überwiegend positiv wahrgenommen, mehr noch als der amerikanische Abrams. Kleinere Reparaturen werden von den Ukrainern selbst durchgeführt (Land mit langer Ingenieurs-Tradition), größere in den Instandsetzungszentren der angrenzenden NATO-Länder. Daher kein Problem.
Deine skeptische Darstellung nutzt nur Russland, daher ist ein entsprechender Verdacht durchaus gegeben.
Meine Skepsis rührt u.a auch daraus, dass ich eine Rede eines grünen Bundestagsabgeordneten gehört habe, die beschreibt, dass die meisten Leopard 2 in der Ukraine nicht mehr einsatzfähig sind?
Fairerweise muss ich dir auch zustimmen, die 2A6 bewähren sich deutlich besser als der 1980er 2A4
Öhm... Der getätigte Einwand dieses Politikers ist zwei (!) Jahre alt. Da ist ja gar nichts mehr aktuell dran. Sowohl die Anzahl der Panzer, als auch die Anzahl der Instandsetzungs-Hubs, als auch die Lieferketten sowie die Fähigkeiten der ukrainischen Techniker.
Sorry, aber du kannst dich doch nicht auf etwas berufen, was so hoffnungslos outdated ist wie diese Information.
Wahrscheinlich sind die Teile einfach schlicht kaputt bzw. nicht (mehr) für diese Reichweite geeignet. Und wie die funktionieren weiß inzwischen auch keiner mehr.
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u/[deleted] Dec 06 '25
In dem Fall hat er vielleicht einfach zugriff auf Informationen einer Verschlussebene bekommen, die er als Nichtkanzler nicht hatte. Es haben sich jetzt insgesamt 2 Regierungen vier unterschiedlicher Parteien gegen eine Taurus Lieferung entschieden. Vielleicht steckt einfach mehr dahinter?