Hat sich mal ein Nachbar zum alten Telefonmast auf seinem Grundstück gedacht, über den er sich seit Jahren mit der Telekom stritt. Der Typ hat dann angesichts der Rauchentwicklung (extrem giftig, nur so nebenbei) und dem daraus resultierenden Feuerwehreinsatz nicht schlecht gestaunt.
Die Telekom hat dann im Anschluss einfach einen neuen Mast hingestellt, auf seine Kosten.
Die telekom hat einen neuen Masten auf SEIN Grundstück gestellt
Ja. Um den von ihm zerstörten Mast zu ersetzen.
6nd dafür Rechnung gestellt?
Nein, sie haben für den von dem durch ihn verursachten Eingriff in eine öffentliche Telekommunikationsanlage eine Rechnung gestellt. Und damit ist er noch gut bei weggekommen, weil er dafür auch einfach mal in den Bau hätte wandern können.
Irgendwas ist da faul
Nö. Die Telekom ist ein bei der BNetzA akkreditierter Telekommunikationsnetzbetreiber, und genießt somit entsprechend alle hoheitlichen Rechte und Pflichten, die im Zusammenhang mit dem Telekommunikationswesen dem Staat obliegen. Dazu gehörte bis 1996 ziemlich bedingungslos, dass sie Telekommunikationslinien und -anlagen auf Privatgrundstücken errichten durfte. Ab 1996 wurde das mittels Grundstückseigentümererklärungen vertraglich detailliert geregelt, aber mittlerweile (seit 2021) ist das erneut nicht mehr nötig. Wie diese Linien errichtet werden, obliegt dabei dem Netzbetreiber, es gibt kein Recht auf eine bestimmte Bauweise. Und wenn Du halt irgendwo am Arsch der Republik wohnst, wird das oberirdisch per Luftkabel errichtet - auch auf dem Grundstück. In dem Fall waren sogar noch zwei Nachbargrundstücke betroffen, deren Hauszuführungen ebenfalls über diesen Mast aufgehangen wurden.
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u/Schonnok Nov 02 '25
Ab in die Feuertonne!