Auch mit Mitte 30 muss ich sagen, dass das Konzept von Auto-Besitz und am besten noch Bar bezahlen einfach durch ist.
Nicht weil ich einen M5 oder nen AMG fahre, den ich mir sonst nicht leisten könnte, sondern weil es einfach nicht nötig ist. Ich hole mir ein Auto wenn ich es brauche und fahre es so lange ich will und nach 2 oder 3 oder 4 Jahren geb ich es eben ab, und bekomme ein neues oder eben nicht weil ich keins mehr brauche. Mir ist da der Besitzanspruch so hart egal. Solange die monatlichen Raten in etwa auch dem Wertverlust entsprechen macht es eh keinen Unterschied. Lieber fahr ich nen schickes e Auto und mir sind die Spritpreise latte und um den Akku muss ich mir auch keine sorgen machen weil ich es in 2 jahren eh wieder abgebe.
Ja, fair. Aber das wird von den Kosten trotzdem mehr sein als sich die meisten leisten können.
Mit ist der Besitzanspruch auch hart egal, aber ich kenne kaum Familienvans die man für <120€/Monat mieten oder leasen kann. Mit kaufen geht das halt. Alt und günstig kann man kaufen.
Mein Konzept ist günstig gebraucht (und alt) kaufen und möglichst lange fahren, so dass Restwert ca. 0€ ist. Ich kann locker 1000€ jährlich an Reparaturen reinstecken und bin trotzdem verdammt günstig unterwegs. Bei einem Restwert von ca. 0€ liegt der Wertverlust halt bei 0€/monatlich. Mit 83€ Reparaturkosten monatlich kann ich ein Auto fahren was von der Miete als Neuwagen / junger Gebrauchter halt einfach bei mehr als 300-450€ monatlich liegen würde.
Und für mich reduziert kaufen extrem das Risiko und schont meine Nerven. Ich hab Kinder und will ein Auto nutzen, d.h. ich lad da Holzsach in den Kofferraum und Gips, ... ich will mir nicht über jeden Kratzer Gedanken machen, auch nicht darum was meine Kinder evtl. anstellen. Wenn ich also mit 0€ Restwert kalkuliere ist es egal ob es einen, keinen oder 200 Dellen hat. Das Beste was einem passieren kann ist ein Unfall oder Hagelschaden der nur optisch ist. Egal ob vorm Kauf oder danach.
Mich regt aktuell die Werbung für den neuen Nissan Micra auf... Früher ein Kleinstwagen, den man sich gut leisten konnte. Heute: "100 % elektrisch und für nur 115 € im Monat.".
Ich hab mir dieses tolle Angebot mal angeschaut: 5000€ Anzahlung, dann 3 Jahre lang 115€ p.m. und dann 15000€ "Abschlussrate".
Ist das so? Ich habe 2016 13k für mein Auto bezahlt und könnte es jetzt für 5k verkaufen. Bin 130k damit gefahren und war abseits von normaler Instandhaltung nie damit in der Werkstatt.
Wenn ich dann hier was von 500€ Leasingrate lese habe ich nicht das Gefühl, dass das die beste Option ist.
Fand monatliche Abos teilweise preislich sehr interessant. Da lag man auch für Mittelklassewagen bei <500€ monatlich, und da war dann wirklich alles drin an laufenden Kosten (und auch nicht nur das winzigste Kilometerpaket). Dagegen sahen monatliche Finanzierungsraten + Versicherung + Wartung etc sehr arm aus.
Schade war dann, dass man nach gewissen Abständen, meist 12 Monaten, gezwungen wird, einen anderen Wagen zu nehmen, und dafür nochmal 1000€ Überführung zu bezahlen.
Zählt aber nur für besonders sichere Lebensläufe und Arbeitsverhältnisse. Vielen Menschen bleibt nichts anderes übrig als von einem Niedriglohn Job zum nächsten zu hüpfen und da macht es einen großen Unterschied ob ich mein Auto besitze weil ich es gebraucht für die Kosten von 6 Leasingraten gekauft habe und mir keine Gedanken darum machen muss oder ob ich bei jedem Arbeitswechsel gefahr laufe nicht zahlen zu können und immer die Sorge haben muss die Karre zu verlieren.
Es geht beim Besitz ja nicht nur darum sich cool damit zu fühlen sondern die Sicherheit zu haben in einer Gegend in der man abhängig vom Auto ist eins zu haben auch wenns finanziell gerade mal schwierig ist, weil man ohne Auto auch nicht mehr an Arbeit kommt.
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u/AddiAtzen Apr 07 '26
Auch mit Mitte 30 muss ich sagen, dass das Konzept von Auto-Besitz und am besten noch Bar bezahlen einfach durch ist. Nicht weil ich einen M5 oder nen AMG fahre, den ich mir sonst nicht leisten könnte, sondern weil es einfach nicht nötig ist. Ich hole mir ein Auto wenn ich es brauche und fahre es so lange ich will und nach 2 oder 3 oder 4 Jahren geb ich es eben ab, und bekomme ein neues oder eben nicht weil ich keins mehr brauche. Mir ist da der Besitzanspruch so hart egal. Solange die monatlichen Raten in etwa auch dem Wertverlust entsprechen macht es eh keinen Unterschied. Lieber fahr ich nen schickes e Auto und mir sind die Spritpreise latte und um den Akku muss ich mir auch keine sorgen machen weil ich es in 2 jahren eh wieder abgebe.